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Deponiebeirat

Staubkarte_
Fangegraben
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Erschreckend ist, dass der Leiter des städtischen Umweltschutzamtes nur von kleineren Mängeln an der Deponie berichtet. Vielleicht sollten er, die Verantwortlichen in der Politik und besonders der grüne Umweltsenator, sich mal den skandalösen Graben ansehen, der das vergiftete Sickerwasser der ganzen Deponie aufnimmt. Dies ist nur ein weiterer Vorstoß gegen die Deponieverordnung, der eigentlich zur sofortigen Stilllegung führen müsste. Das untere Bild aus den Akten der Gewerbeaufsicht zeigt den nicht abgedichteten „Fanggraben“, der sich nicht von einem bewachsenen Graben neben jeder Kuhwiese unterscheidet. Aber dies steht leider nicht in der Nordseezeitung. Und wurde schon gar nicht im Deponiebeirat besprochen.

Ein Beispiel: Zitat des Gutachters Dr. Berger von Eurofins: "Wer einmal misst, misst nichts". Die BIKEG hat an sechs Standorten vom 18.4.13 bis zum 18.7.2016 zehn Staubproben von Dächern und in Fensterfalzen von einem spezialisierten Labor analysieren lassen. Bei allen Proben fand sich ein stark überhöhter Bleiwert im Staub, der in der Abbildung dargestellt ist.

Alle Proben weisen unnatürlich hohe Schwermetallgehalte auf, die nicht einfach mit dem Hafenbetrieb erklärt werden können. Über die Messmethode und die Ergebnisse waren die Behörden seit Jahren informiert, haben aber erklärt, der Ursache nicht nachgehen zu wollen. „Die Bürger im Norden von Bremerhaven müssen sich an den Bleistaub gewöhnen“ teilte der Leiter der Gewerbeaufsicht in Bremen dem BIKEG-Vorstand mit.

In dem Staubmessprogramm von Eurofins, das jetzt als Persilschein für saubere Luft in Bremerhaven verkauft wird, wurden die Messstationen mitten in der Messreihe zwischen Hecken und Büsche umgesetzt. Dies entspricht nicht den Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure, die für solche Messungen bindend sind. Obwohl die gemessenen Bleikonzentrationen in dem Gutachten deutlich über denen niedersächsischer Städte liegen, wird dies nicht negativ erwähnt, sondern behauptet, die Luftqualität sei gut. Das beauftragte Institut Eurofins blickt auf eine jahrelange erfolgreiche Geschäftsbeziehung mit der BEG zurück.

Die von der BIKEG zusammengestellten Behördenakten, die dem Betreiber einen verantwortungslosen und umweltgefährdenden Umgang mit Gefahrstoffen auf der Deponie bescheinigen, wurden vom Deponiebeiratsleiter unter den Teppich gekehrt. Die Amtsleiter von der Gewerbeaufsicht und des Umweltschutzamtes äußerten übereinstimmend, dass Sie „keine Lust mehr hätten, Fragen von der BIKEG zu beantworten".  


Daraufhin ist die BIKEG aus dem Deponiebeirat ausgetreten.

Diese Kritikpunkte hatten wir natürlich auch Herrn Dr. Berger im Deponiebeirat dargelegt. Leider wurde nicht in die Tiefe diskutiert. Prof. Adolphi hatte unserer Wahrnehmung nach auch kein Interesse, die Probleme zu Ende zu diskutieren. Im Protokoll wurden dann die Beiträge der BIKEG, wie üblich, nur sehr abgeschwächt wiedergegeben.

Falsche Aussagen aus dem Deponiebeirat in der Nordseezeitung und Sonntagsjournal

(unsere Gegendarstellung wurde leider nicht veröffentlicht)


Am 28.05.18 traf sich der Deponiebeirat in Bremerhaven ohne die BIKEG. Die nach monatelangen Tauziehen in der Stadtverordnetenversammlung ans Tageslicht gebrachten  behördlichen Unterlagen zu Missständen auf der Deponie wurden kaum thematisiert. Angeblich handelt es sich um ältere Vorgänge bis zum Jahr 2015. Dass aber eben diese Vorgänge durchaus noch heute Auswirkungen auf die Umwelt rund um die Deponie haben, wird nicht weiter vertieft. Nun muss die BIKEG zudem feststellen, dass Fehlinformationen aus dem Deponiebeirat ungefiltert in der Nordsee-Zeitung und Sonntagsjournal dargestellt werden.

Laden Sie  bitte unsere Kritik  „Zweifelhaftes Staubmessprogramm“:


Deponiebeirat ein Feigenblatt von Politik und Behörden?


Der Deponiebeirat hat einen Vorsitzenden, der Geschäftsführer der Stiftung „Akademie Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg Vorpommern“ ist. Sie wird gesponsort von zahlreichen Firmen der Entsorgungsbranche, u.a. auch Remondis. Wir fragen uns, ob dies der Grund ist, warum keine Anträge von der BIKEG auf die Tagesordnung gesetzt werden, die für den Betreiber unangenehme Fragen aufwerfen und das Protokoll einseitig verfasst wird.


Unter diesem Link finden Sie die Stiftung ANE, die von Prof. Dr. Peter Adolphi, dem Deponiebeiratsvorsitzenden geleitet wird.

https://www.nachhaltigkeitsforum.de/stiftung

(bitte ganz nach unten scrollen)


Da aus der Sicht der BIKEG die Probleme mit der Deponie im Beirat nicht diskutiert werden, die Zeit bisher fast ausschließlich für ein u.E. zweifelhaftes und fehlerhaftes Immissionsmessprogramm verwendet wurde, hält die BIKEG den Deponiebeirat für ein Feigenblatt von Politik und Behörden, das bisher nichts zur angekündigten Transparenz beigetragen hat.



Deponieaustritt
Deponiebeirat

Der Deponiebeirat wurde offiziell gegründet, um Transparenz zu schaffen und Misstrauen gegen den Deponiebetrieb abzubauen. Das Gremium tagte das erste Mal am 2.11.2016. Die BIKEG hatte dafür eine Reihe von Anträgen gestellt. Keine der Sachfragen wurde behandelt.

Das zweite Mal tagte der Deponiebeirat am  20.6.2017. Die BIKEG hatte wieder eine Reihe von Anträgen gestellt. Keine der Fragen wurde beantwortet.

Nächster Sitzungstermin des Deponiebeirates: Mai 2019

Immerhin noch in diesem Jahrhundert!